APPLE STATEMENT: Die Fakten zu Apples Steuerzahlungen

Apple ist davon überzeugt, dass jedes Unternehmen die Verantwortung dafür trägt, seine Steuern zu zahlen. Als größter Steuerzahler der Welt zahlt Apple in jedem Land der Welt jeden Dollar, den es dort schuldet. Wir sind stolz auf die wirtschaftlichen Beiträge, die wir in den Ländern und Regionen leisten, in denen wir tätig sind.

Die Fakten, die wir auf dieser Seite veröffentlichen, sind eine Reaktion auf die Berichterstattung des International Consortium of Investigative Journalists (ICIJ). Zu den Ungenauigkeiten in diesen Berichten gehören:

Die Änderungen, die Apple 2015 an seiner Unternehmensstruktur vorgenommen hat, waren speziell darauf ausgerichtet, die Steuerzahlungen an die Vereinigten Staaten zu bewahren – und nicht darauf, irgendwo anders die Zahlungen zu reduzieren. Es wurden keine Tätigkeiten oder Investitionen aus Irland abgezogen.

Apple ist weit davon entfernt, „von den Vereinigten Staaten unberührt“ zu sein, und zahlt Steuern in Milliardenhöhe an die USA zum gesetzlich vorgeschriebenen Satz von 35 Prozent auf Kapitalerträge aus dem Ausland.

Apple‘s effektiver Steuersatz auf Einkünfte aus dem Ausland beträgt 21 Prozent – eine Zahl, die leicht auf Basis der offiziellen Veröffentlichungen errechnet werden kann. Dieser Satz ist seit vielen Jahren konstant.

Im vergangenen Monat antwortete Apple auf Fragen des ICIJ, der New York Times und anderen mit folgender Erklärung:

„In der Debatte um die Steuern von Apple geht es nicht darum, wie viel Steuern wir bezahlen müssen, sondern wo wir sie entrichten. Als größter Steuerzahler der Welt haben wir in den letzten drei Jahren über 35 Milliarden Dollar an Körperschaftssteuer gezahlt, dazu weitere Milliarden an Vermögensteuer, Lohnsteuer, Umsatzsteuer und Mehrwertsteuer. Wir glauben, dass jedes Unternehmen die Verantwortung dafür trägt, die von ihm geschuldeten Steuern zu zahlen. Wir sind stolz auf die wirtschaftlichen Beiträge, die wir in den Ländern und Regionen leisten, in denen wir tätig sind.
Nach dem derzeit gültigen internationalen Steuersystem werden Gewinne dort besteuert, wo die Wertschöpfung stattfindet. Die Steuern, die Apple an Länder auf der ganzen Welt zahlt, basieren auf diesem Prinzip.

Der Großteil der Wertschöpfung unserer Produkte findet unbestritten in den Vereinigten Staaten statt – wo Design, Entwicklung, Engineering und vieles andere mehr stattfinden –, deshalb bezahlen wir den Großteil unserer Steuern den USA.

Als Irland 2015 seine Steuergesetze änderte, haben wir den Vorschriften entsprechend den Sitz unserer irischen Tochtergesellschaften geändert und Irland, die Europäische Kommission und die Vereinigten Staaten darüber informiert. Die von uns vorgenommenen Änderungen haben unsere Steuerzahlungen in keinem Land verringert. Tatsächlich sind unsere Zahlungen an Irland deutlich gestiegen und wir haben dort in den letzten drei Jahren 1,5 Milliarden Dollar Steuern gezahlt – das sind 7 Prozent der gesamten Körperschaftssteuer-Einnahmen des Landes. Unsere Änderungen haben außerdem sichergestellt, dass unsere Steuerverpflichtungen gegenüber den Vereinigten Staaten nicht verringert wurden.
Wir verstehen, dass einige das Steuersystem ändern möchten, damit die Steuern multinationaler Unternehmen anders auf die Länder verteilt werden, in denen sie tätig sind. Es ist für uns nachvollziehbar, dass vernünftige Menschen unterschiedliche Meinungen dazu haben, wie dies in Zukunft ablaufen sollte. Bei Apple befolgen wir die Gesetze, und wenn sich das System ändert, werden wir uns daran halten. Wir unterstützen ausdrücklich die Bemühungen der Weltgemeinschaft für eine umfassende internationale Steuerreform und ein deutlich einfacheres System, und wir werden uns auch weiterhin dafür einsetzen.“

Weitere Informationen zu Apples Steuerzahlungen

Im Laufe seiner Geschichte hat Apple immer wieder neue Produkte entwickelt und völlig neue Branchen erschlossen, indem es sich auf Innovationen konzentrierte. Diese harte Arbeit und Hingabe hat zur Entwicklung revolutionärer Produkte und Dienstleistungen geführt, die das Leben der Menschen grundlegend verbessert und Millionen von Arbeitsplätzen auf der ganzen Welt geschaffen haben.

Die Steuern für multinationale Unternehmen sind komplex, aber ein Grundprinzip wird auf der ganzen Welt anerkannt: Die Gewinne eines Unternehmens werden dort besteuert, wo die Wertschöpfung stattfindet. Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), Irland, die Vereinigten Staaten und andere haben sich auf dieses Prinzip verständigt.

1. Apple ist der größte Steuerzahler der Welt und hat in den letzten drei Jahren über 35 Milliarden Dollar an Körperschaftssteuer gezahlt. Apple zahlt in jedem Land Steuern, in dem wir unsere Produkte verkaufen.
Wenn ein Kunde ein Apple-Produkt außerhalb der Vereinigten Staaten kauft, wird der Gewinn zuerst in dem Land besteuert, in dem der Verkauf stattfindet. Dann zahlt Apple Steuern an Irland, wo die Verkaufs- und Vertriebsaktivitäten von Apple von einigen der 6.000 dort arbeitenden Mitarbeitern durchgeführt werden. Außerdem fallen in den USA zusätzliche Steuern an, wenn die Erträge in die USA zurückgeführt werden.
Der weltweite effektive Steuersatz von Apple liegt bei 24,6 Prozent und damit über dem Durchschnitt der multinationalen US-Unternehmen.

2. Der Großteil der Wertschöpfung der Apple-Produkte findet in den Vereinigten Staaten statt, wo Design, Entwicklung, Engineering und mehr geleistet werden. Nach dem derzeitigen internationalen Steuersystem schuldet Apple damit den Großteil seiner Steuern den USA. In einem White Paper äußerte sich das US-Finanzministerium letztes Jahr besorgt über die Versuche europäischer Regulierungsbehörden, Gelder zu besteuern, die den USA zustehen. Das Ausmaß, in dem solche ausländischen Steuern auf Einkünfte erhoben werden, die nicht dem betreffenden Mitgliedstaat hätten zugerechnet werden dürfen, ist zutiefst beunruhigend, da es tatsächlich eine Übertragung von Einnahmen der US-Regierung und ihrer Steuerzahler an die EU darstellen würde.“

3. Apple hat Gelder im Ausland, weil Apple dort die meisten seiner Produkte verkauft. Nach dem derzeitigen Steuersystem unterliegen die Erträge aus ausländischen Verkäufen (nach Abzug der Steuern) der amerikanischen Besteuerung. Apple hat mehr als 36 Milliarden Dollar zur Deckung zurückgestellter Steuern in den USA vorgesehen. Und zwar zusätzlich zu den 35 Milliarden, die das Unternehmen in den letzten drei Jahren an Körperschaftssteuer gezahlt hat.

Steve Jobs besucht im Oktober 1980 den neuen Standort von Apple in Cork.

4. Apple ist seit 1980 in Irland tätig, als Steve Jobs nach einer Basis für Expansionen außerhalb der USA suchte. Der Standort im irischen Cork begann mit 60 Mitarbeitern und zählt heute mehr als 6.000 Mitarbeiter. Die Innovationen und Investitionen von Apple unterstützen weitere 12.000 Arbeitsplätze in ganz Irland und mehr als 1,5 Millionen Arbeitsplätze in ganz Europa. Als Irland 2015 seine Steuergesetze änderte, änderte Apple seine Unternehmensstruktur, um den Anforderungen zu entsprechen. Seitdem werden alle irischen Geschäftstätigkeiten von Apple durch in Irland ansässige Unternehmen ausgeführt. Apple zahlt in Irland die gesetzmäßigen Steuern in Höhe von 12,5 Prozent.
Im Rahmen dieser Änderungen wurde die Tochtergesellschaft von Apple, die in Übersee Gelder hält, im britischen Kronbesitz Jersey angesiedelt, um insbesondere sicherzustellen, dass Steuerverpflichtungen und Zahlungen in die USA nicht verringert werden. Seitdem hat Apple Milliarden von Dollar an US-Steuer auf die Kapitalerträge dieser Tochtergesellschaft gezahlt. Es gab für Apple keine Steuervorteile durch diese Änderung, und – dies ist besonders hervorzuheben – die Steuerzahlungen und Steuerpflichten von Apple sind in keinem Land gesunken.

5. Apple hält eine umfassende internationale Steuerreform für notwendig und setzt sich seit vielen Jahren für eine Vereinfachung des Steuerrechts ein. Eine Reform, die einen freien Kapitalfluss ermöglicht, wird das Wirtschaftswachstum beschleunigen und die Entstehung neuer Arbeitsplätze fördern. Eine abgestimmte internationale Gesetzgebung wird das derzeitige Tauziehen der Länder um Steuerzahlungen beenden und den Steuerzahlern Rechtssicherheit verschaffen.

Lesen Sie dazu auch die unabhängige Erläuterung von Fortune zu den Steuerzahlungen von Apple, die auch die Komplexität des internationalen Steuersystems veranschaulicht.

Pressekontakte
Tobias Fröhlich – Apple
tobias_froehlich@apple.com
+49 89 99 64 06 68

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